Pleinair und Urban Sketching
Malen und Zeichnen im Freien
Stell dir vor, du stehst mit deiner Staffelei in einer blühenden Wiese, am Rand eines stillen Sees oder auf einem windigen Hügel. Die Sonne wandert, das Licht verändert sich, nichts bleibt stehen.
Genau das ist der Reiz: draußen zu malen und zu zeichnen, statt ein Foto abzumalen. Hier findest du KursanbieterInnen, die dich dabei begleiten, an der Ostsee genauso wie in Andalusien oder mitten in Berlin.
Vier Dinge, die das Malen und Zeichnen draußen ausmachen
Finde deinen Kurs unter freiem Himmel
Nach Thema
KursanbieterInnen, bei denen du draußen malst und zeichnest
Berlin und Norddeutschland

Karen Bartram nimmt dich mit dem Skizzenbuch durch Berlin. Nach ihrem Studium der Visuellen Kommunikation an der UdK, abgeschlossen mit Diplom und als Meisterschülerin, gibt sie seit Jahren Grundlagenkurse im Urban Sketching.
Auf den Sketchwalks zeichnest du dort, wo die Stadt gerade passiert: an Fassaden, in Hinterhöfen, zwischen Menschen. Dass es schnell gehen muss, ist dabei kein Nachteil, sondern die eigentliche Übung.

Auf Rügen malst du bei Conny Gabora mit Aquarellfarben direkt in der Landschaft.
Die Insel liefert die Motive frei Haus: Kreideküste, Bodden, Buchenwälder, das wechselhafte Licht der Ostsee.
Drei Tage Zeit bedeuten, dass du dasselbe Motiv bei verschiedenem Wetter sehen kannst, und genau darin liegt der Unterschied zum Nachmittagskurs.

Sonia Schadwinkel verbindet zwei Ausbildungen, die selten zusammenkommen: Biologie und wissenschaftliche Illustration.
Das merkt man ihrem Blick auf die Landschaft an.
Auf Hiddensee, wo keine Autos fahren und die Wege über den Dornbusch führen, malst du bei ihr im Freien, mit Zeit für das genaue Hinsehen, das ihre eigene Arbeit prägt.

Thomas Freund lebt seit 1997 als freier Maler in Nordfriesland und gibt seit 1999 Seminare. Sein Standort ist Programm: Friedrichstadt, ein Renaissancestädtchen von 1621, liegt zwischen Eider und Treene unweit der Nordsee.
Grachten, Backsteingiebel und der weite Himmel über der Marsch sind hier keine Ausflugsziele, sondern das Motiv vor der Tür. Sein Programm reicht von der Pleinair-Landschaftsmalerei bis zu Reiseskizzen.

Anne Schwabe arbeitet in einem großen, hellen Atelierhaus in der Lüneburger Heide, geht mit ihren Kursen aber hinaus. „Geschichtenfänger" führt nach Prerow auf den Darß, wo Windflüchter, Boddenlandschaft und Weststrand jeweils eine eigene Stimmung haben.
Kleine Gruppen bedeuten dabei viel Raum für deine Fragen und für großformatiges Arbeiten.

Annette Brasch unterrichtet in Hamburg auf einer Fabriketage, in kleinen Gruppen und mit Einzelbegleitung. Ihre Malreise führt nach St.
Peter-Ording, wo der Strand kilometerweit ins Watt reicht und die Pfahlbauten am Horizont stehen. Ein Ort mit wenig Ablenkung und viel Himmel, an dem sich üben lässt, große Flächen und weite Räume aufs Blatt zu bringen.

Worpswede ist der Ort, an dem sich vor über hundert Jahren MalerInnen niederließen, weil ihnen das Licht über dem Teufelsmoor auffiel.
Genau dort zeichnest du bei Karin Bison-Unger mit dem Skizzenbuch: Torfkanäle, Birkenalleen, die flache Weite des Moors.
In kleinen Gruppen und mit der Muße, die dieser Ort seit jeher nahelegt.
Malreisen unter freiem Himmel

Als sie nach Andalusien kam, war ihr erster Gedanke, hier Workshops anzubieten.
Das Licht an der Costa de la Luz ist der Grund: klar, hart, mit Schatten, die tatsächlich blau sind.
Bei Conil de la Frontera malst du zwischen weißen Dörfern, Atlantikstränden und Pinienwäldern, in einer Woche, die Malen und Urlaub nicht trennt.

Julia Asfour sucht für ihre Reisen Orte aus, an denen das Licht die Hauptrolle spielt.
Le Lavandou an der Provence-Küste ist so einer: Pinien, rote Felsen, das Mittelmeer in einem Blau, das sich schwer mischen lässt.
Du arbeitest mit Aquarell, Acryl oder Mischtechnik und entwickelst das Motiv auf deine Art, statt einer Vorlage zu folgen.

Bianca Leidner arbeitet sonst in ihrem lichtdurchfluteten Galerieatelier in Barsbek, mit Acryl, Öl und Kohle. Ihre Malreise geht deutlich weiter: nach Arusha in Tansania, am Fuß des Mount Meru.
Landschaft, Tiere und Licht sind dort so anders, dass sich das eigene Farbempfinden zwangsläufig verschiebt. Eine Reise für alle, die ihre Malerei aus der Gewohnheit holen wollen.

Jürgen Wüst ist Diplom-Grafikdesigner, Musiker und Reisender, seit 1990 mit eigenem Atelier in Aschaffenburg.
Seine Urban-Sketching-Kurse führen ihn quer durch Europa, unter anderem nach La Palma: Vulkanlandschaft, Bananenterrassen, Kolonialarchitektur in Los Llanos.
Sein Blick ist realistisch-zugespitzt und hat einen Hang zur Ironie, was dem Zeichnen vor Ort selten schadet.

Das Atelierhaus Milchhof in Berlin-Mitte steht für Kurse, die jeden auf seinem eigenen Weg begleiten, unabhängig von Vorkenntnissen.
Für die Landschaftsmalerei geht es nach Seggiano in die südliche Toskana, an den Hängen des Monte Amiata.
Olivenhaine, Zypressen und die typische Staffelung der Hügel bis zum Horizont sind hier das tägliche Motiv.

Inge Schulz beschäftigt sich mit der Wirkung von Farben und damit, wie sehr sie uns beeinflussen, ohne dass wir es bemerken.
Mit dem Skizzenbuch durch Venedig zu gehen ist dafür ein gutes Übungsfeld: Wasser, Putz und Himmel werfen einander das Licht zu, und kaum eine Fläche hat die Farbe, die man ihr zuschreiben würde.
Ihre Kurse finden auf Anfrage statt.




