Angaben zum Kursanbieter

Meine künstlerische Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Wahrnehmung, Farbe, Linie und Bewegung.

Mich interessiert der Übergang: der Moment, in dem aus einer Wahrnehmung eine Empfindung wird, aus einer Bewegung eine Linie, aus der Linie eine Form und aus der Farbe ein eigener Raum.

In meiner Arbeit ist Farbe nicht bloß Bestandteil eines Bildes. Sie trägt eine eigene Präsenz. Sie kann Räume öffnen, verdichten, verschieben und miteinander in Beziehung setzen. Ebenso besitzt die Linie für mich eine Bewegung, die über ihre Funktion als Kontur hinausgeht. Sie kann Rhythmus, Spannung und Richtung erzeugen und damit selbst zum bildnerischen Ereignis werden.

Diese Haltung prägt auch meine Arbeit mit Menschen in meinen Kursen.

Ich möchte einen Raum schaffen, in dem Wahrnehmung nicht festgelegt, sondern erweitert wird. Das genaue Betrachten eines Kunstwerks, die Erfahrung eines Originals, das Spiel mit Farbe, das Zeichnen einer Bewegung oder die Auseinandersetzung mit dem eigenen Gesicht können dabei zu unterschiedlichen Zugängen zu derselben grundlegenden Frage werden:

Was sehe ich – und was geschieht mit mir, wenn ich wirklich sehe?

Mich interessiert dabei besonders die Beziehung zwischen äußerer und innerer Wirklichkeit. Im künstlerischen Prozess können sich Erfahrungen zeigen, die nicht geplant waren. Ein Bild muss nicht etwas abbilden, um etwas sichtbar zu machen.

Deshalb geht es in meinen Kursen nicht um die Herstellung möglichst „gelungener“ Bilder. Es geht um die Entwicklung eines eigenen Blicks, um Offenheit gegenüber dem Unvorhergesehenen und um die Erfahrung, dass künstlerisches Arbeiten ein Prozess des Forschens sein kann.

Ich verstehe mich dabei nicht als jemand, der eine fertige Lösung vermittelt, sondern als Künstlerin, die einen Erfahrungsraum öffnet. Ich gebe Impulse, stelle Fragen, begleite Prozesse und ermutige dazu, den eigenen Entscheidungen zu vertrauen.

Mein Anliegen ist es, Menschen mit ihrer eigenen Wahrnehmung in Kontakt zu bringen und ihnen Mut zu machen, daraus eine eigene künstlerische Sprache entstehen zu lassen.
Buchungsbedingungen
Anzahlung 50% nach bestätigter Buchung
Storno bis 21 Tage vor Kursbeginn, gratis, danach 50% der ausgewiesenen Kursgebühr
Zahlung per Überweisung oder bar vor Ort möglich

Kontakt

Spinnereistrasse, 04179 Leipzig - Altlindenau
Tel:
Ansprechpartner: Berit Mücke
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DozentIn

Berit Mücke

Frau Berit Mücke

Ich wurde 1968 in Potsdam geboren. Nach 1990 arbeitete ich als Schauspielerin und Sängerin in Potsdam, Berlin, Kassel und in einem Wandertheater, meine Söhne waren da schon mit dabei. Bevor ich mich ganz der Malerei zuwandte, machte ich Fotos und zeichnete viel mit Tusche in selbstgebauten, großformatigen Büchern. Es sollte gefasst sein und nicht herumfliegen in vielfacher Hinsicht, eine Möglichkeit, das Erlebte zu erden.
2004 bewarb ich mich an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 2005 begann ich dort mein Diplomstudium der Malerei beiwolfram Ebersbach und Neo Rauch. Die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen und Arbeitsweisen prägte meinen Weg. Vor meinem Diplomabschluss 2012 verbrachte ich im Rahmen des Erasmus-Programms ein Jahr an der Accademia di Belle Arti in Rom. Die Begegnung mit der römischen Perspektive auf die Malerei ließ mich die besonderen Erfahrungen meines Leipziger Studiums neu sehen.
Heute arbeite ich in meinem Atelier auf der Baumwollspinnerei Leipzig und unterrichte Malerei und Zeichnung.
Meine Malerei beschäftigt sich mit Zuständen, Räumen und Orten sowie mit dem Verhältnis von Zeit und Raum. Mich interessiert die Vorstellung, dass Räume sich in Zeit wandeln und Zeit zu einem Raum wird. Diese Übergänge lassen sich nicht eindeutig benennen oder festhalten. Sie werden vielmehr in der Wahrnehmung spürbar und finden ihren
Ausdruck in der Malerei.
Die Farbe ist dabei Ausgangspunkt und eigentliche Trägerin meiner Arbeit. Ich mische meine Eitempera selbst aus Pigmenten und arbeite mit Öl und Eitempera auf Leinwand sowie mit Aquarell, Tusche oder Kohle auf Papier.
Meine Arbeit ist prozesshaft, experimentell und forschend. Im Bild suche ich nach einer Verdichtung von Wahrnehmung und Erfahrung - nach etwas, das sich als ein Stück Welt im Bilde zeigt. Die Farbe wird mir selbst dabei die Beste Lehrerin sein.
Berit Mücke

http://www.beritmuecke.de
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