WORKSHOPS · MAL-RETREATS · ATELIER-REISEN
Malreisen 2026 & 2027
Mehrere Tage am Stück malen — an Nord- und Ostsee, in der Toskana, auf griechischen Inseln, in der Provence oder auf La Palma.
Die Reisen werden von den KursanbieterInnen selbst entwickelt — eigene Ateliers, eigene Programme, langjährige Erfahrung. Aquarell, Acryl und Mixed Media.
Die meisten sind Malkurse mit Übernachtung: Unterkunft und Atelier liegen oft direkt am Kursort — die Verpflegung reicht je nach Reise von Selbstversorgung bis Vollpension.
Vier Dinge, die eine Malreise besonders machen
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Deutschland — Pleinair von Sylt und Hiddensee bis in den Spessart

Friedrichstadt liegt an der Eider, nicht weit vom Wattenmeer — eine Landschaft mit ungewöhnlicher Lichtdramatik durch Wolken, Tidehub und weite Sichten. Für Pleinair-MalerInnen ist das ein Pflichtort.
Mehrtägige Reisen ab Friedrichstadt verbinden friesische Marsch, Halligen-Sichten und Stadtmotive zu einem dichten Programm. Wer hier malt, lernt mit großen Wettern und ruhigen Wasserlandschaften gleichzeitig zu arbeiten.

Schneverdingen liegt mitten in der Lüneburger Heide, gut erreichbar aus Hamburg, Hannover und Bremen — nah genug für ein verlängertes Wochenende, weit genug weg vom Alltag. Das Atelierhaus ist hell und großzügig, im Sommer kommt eine Außenterrasse dazu.
Die zweite Adresse liegt in Prerow auf dem Darß, wo Ostseelicht und Boddenlandschaft die Motive stellen. Beide Orte funktionieren nach demselben Prinzip: kleine Gruppe, genug Zeit für die Fragen jeder Einzelnen.

Kampen liegt im Norden von Sylt, zwischen Wattenmeer und Weststrand — eine Landschaft aus Dünen, Heide und ständig wechselndem Licht.
Ute Zander arbeitet seit über drei Jahrzehnten in der Kunstvermittlung und hat ihr Atelier im Herzen Hamburgs; auf Sylt gibt sie Workshops in Acrylmalerei.
Eine Insel-Malwoche hat den Vorteil, dass die Anreise selbst schon Abstand schafft: Wer über den Hindenburgdamm fährt, lässt das Festland sichtbar hinter sich.

Worpswede im Teufelsmoor bei Bremen ist seit über hundert Jahren Künstlerort: Paula Modersohn-Becker und Heinrich Vogeler haben hier gearbeitet, und die flache Moorlandschaft mit ihrem weiten Himmel ist bis heute das Motiv geblieben.
Karin Bison-Unger leitet die Malschule als Designerin und Mitglied im BBK.
Gemalt, gezeichnet und collagiert wird in kleinen Gruppen — mit genug Muße, um in den Flow zu kommen, wie sie es selbst nennt.

Das Atelier hat seinen Sitz in Leipzig-Altlindenau, die Malreise führt nach Kaiserpfalz im Süden Sachsen-Anhalts.
Die künstlerische Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Wahrnehmung, Farbe, Linie und Bewegung: Farbe ist hier nicht Bestandteil eines Bildes, sondern eine eigene Präsenz, die Räume öffnen, verdichten und verschieben kann.
Wer sich darauf einlässt, braucht mehrere Tage am Stück — der Übergang von der Wahrnehmung zur Linie stellt sich nicht in drei Stunden ein.

Hiddensee ist autofrei, schmal und in wenigen Stunden zu Fuß zu durchqueren — Steilküste im Norden, Bodden im Osten, Dünen im Westen. Sonia Schadwinkel bringt eine ungewöhnliche Doppelqualifikation mit: Diplom-Biologin mit Schwerpunkt Meeresbiologie und Kunststudium in wissenschaftlicher Illustration.
Das prägt den Blick auf Strandfunde, Pflanzen und Vogelformen. Der Ort Kloster im Norden der Insel ist seit Gerhart Hauptmann ein Rückzugsort für Kunstschaffende.

Schloss Weiler liegt in Bessenbach am Rand des Spessarts, eine knappe Stunde östlich von Frankfurt. Jürgen Wüst ist Diplom-Grafikdesigner, Musiker und, wie er selbst schreibt, begeisterter Reisender — seit 1990 mit eigenem Atelier in Aschaffenburg.
Seine Schwerpunkte sind das Prinzip Collage, Objektkästen und eine realistisch zugespitzte Zeichnung mit Hang zur Ironie. Urban Sketching heißt bei ihm: draußen arbeiten, schnell entscheiden, den Ort ernst nehmen.
Malreisen nach Spanien — von Andalusien bis auf die Kanaren

Die Costa de la Luz, das Stück Atlantik-Küste zwischen Cádiz und Tarifa, ist Andalusiens unterschätzte Mal-Region. Anders als Costa del Sol oder Costa Brava ist sie nicht von Massen-Tourismus überprägt — die Lichtsituationen sind atlantisch hart und ehrlich.
La Luce Paintings ist als Mal-Reise-Adresse seit vielen Jahren etabliert. Mehrtägige Programme verbinden Pleinair, Aquarell-Tradition und mediterrane Lebensform zu einem dichten Reise-Erlebnis.

La Palma ist die grünste der Kanarischen Inseln: Lorbeerwald, Vulkankrater und Steilküsten auf engem Raum, dazu ein Licht, das sich mit jeder Höhenstufe ändert. Los Llanos de Aridane liegt im Westen, im fruchtbaren Aridanetal.
Für das Urban Sketching ist die Insel dankbar, weil Architektur und Landschaft dicht beieinanderliegen — Altstadtgassen, Bananenplantagen und schwarze Lavastrände an einem Tag. Acht Tage reichen, um über die ersten Postkartenmotive hinauszukommen.
Malreisen in Frankreich — von der Côte d’Azur in die Provence

Brigitte Orth hat Kunstpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt studiert und leitet seit 1995 Malreisen; die Provence gehört von Anfang an dazu. Peynier liegt östlich von Aix-en-Provence, im Blickfeld der Montagne Sainte-Victoire, die Cézanne über achtzig Mal gemalt hat.
In ihren Kursen sollen Technik und Kreativität zusammenkommen: Malerei, Radierung und Drucktechnik stehen gleichberechtigt nebeneinander. Mehrere Tage am selben Ort geben dafür den nötigen Raum.

Die Côte d’Azur ist seit über 150 Jahren der wichtigste Mal-Reise-Raum Europas. Das Licht, das Cézanne, Matisse und Monet hierhergezogen hat, lockt nach wie vor — und ist im Aquarell besonders fordernd, weil es jede Stunde anders steht.
Le Lavandou liegt in der Provence zwischen Toulon und Saint-Tropez, fernab vom Trubel, mit weniger touristischer Front als die großen Resorts. Mehrtägige Reisen hier sind eine Form, mit kontinuierlich-anderer Hand und gleichbleibender Gruppe an einem Ort tief einzutauchen.
Malreisen in Italien — von der Toskana bis zum Lago Maggiore

Die Toskana ist Italien-Inbegriff für Mal-Reisen — das Licht, die Hügel, die Zypressen, die Pinien sind seit dem 19. Jahrhundert Topos der Malerei. Seggiano am Monte Amiata bietet die Toskana-Atmosphäre ohne die touristische Front der Chianti-Region.
Die Berliner Atelierhaus-Tradition bringt eine besondere künstlerische Konsequenz mit — eine Malreise in die Toskana ist hier kein Mal-Tourismus, sondern strukturiertes Arbeiten im mediterranen Raum.

Der Lago Maggiore vereint Alpen-Hintergrund und mediterrane Vegetation — eine ungewöhnliche Geo, die Aquarell-Pleinair und Acryl gleichermaßen herausfordert. Das mediterrane Licht trifft auf Berg-Wettern, das ergibt schnellwechselnde Lichtsituationen.
Die Genusswoche verbindet Malen mit Wandern, Sprache und Küche — eine Reise-Form für die, die nicht den klassischen Mal-Kurs suchen sondern den dichten kulturellen Bogen.
Malreisen nach Griechenland — Kykladen und Ionische Inseln

Korfu unterscheidet sich von den trockenen Kykladen durch grüne Vegetation und üppige Olivenhaine — ein Insel-Charakter näher an der italienischen Adria-Küste als an der ägäischen Steilküste. Für MalerInnen ist das eine andere Licht-Klima-Kombination als Syros oder Santorin.
Das kleine Atelier-Setting am Nordwest-Strand bietet die seltene Form: konsequentes Pleinair mit täglicher Atelier-Reflexion in einer Gruppe, die über die Reise zusammenwächst.

Syros gehört zu den weniger touristischen Kykladen-Inseln — Hafen-Architektur des 19. Jahrhunderts, mediterrane Stille abseits der Massen-Tourismus-Inseln. Das Licht ist kykladisch hart, der Schatten messerscharf.
Das Hotel Omiros bietet eine ungewöhnliche Mal-Reise-Form: Aufenthalt und Atelier am gleichen Ort, direkt am Hafen, mit Pleinair-Strecken zu Fuß erreichbar. Mehrtägige Programme verbinden Architektur-Studium und Meer-Aquarell.
Weitere Reiseziele — Alentejo und Ostafrika

Der Alentejo ist Portugals unterschätzte Region — endlose Korkeichen-Landschaften, kleine weiße Dörfer, atlantisches Licht. Anders als die Algarve ist er kein Touristen-Ziel, sondern ländlich und still.
Wer in Portugal malen möchte, findet mit festen Atelier-Standorten wie São Luís Mehrtages-Reisen in einer Region, die als Mal-Raum eigentlich noch zu entdecken ist — wer hier malt, hat das Glück, vor den Massen da zu sein.

Bianca Leidners Galerieatelier steht in Barsbek an der Kieler Förde; die Malreise führt nach Arusha im Norden Tansanias, am Fuß des Mount Meru und in Reichweite von Serengeti und Ngorongoro. Gearbeitet wird mit Acryl, Bleistift und Fineliner, die Motive reichen von Landschaft und Tieren bis ins Abstrakte.
Die Exkursion ist dabei nicht Beiwerk, sondern Teil der Arbeitsweise. Die Gruppen bleiben klein — im heimischen Atelier sind es sechs bis acht Plätze.



