WORKSHOPS · MAL-RETREATS · ATELIER-REISEN
Malreisen 2026
Mehrere Tage am Stück malen — in der Toskana, auf griechischen Inseln, im Burgund-Künstlerhaus oder auf Gotland.
Die Reisen werden von den KursanbieterInnen selbst entwickelt — eigene Ateliers, eigene Programme, langjährige Erfahrung. Aquarell, Acryl und Mixed Media.
Vier Dinge, die eine Malreise besonders machen
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Schweden — die nordische Weite Gotlands

Gotland in der Ostsee ist nordisch und mediterran zugleich — Kalkstein, Schären-Strände, lange Sommer-Tage mit besonderem Licht. Für MalerInnen aus dem Festland-Deutschland ist es eine ungewöhnliche Geo: weit, still, mit klarer Architektur.
Mal-Retreats auf Gotland sind keine Massen-Reise, sondern Konzentrations-Form. Wer hier malt, sucht das schwedische Sommer-Licht und die Reduktion auf wenige Motive — und findet beides.
Frankreich — Côte d’Azur und Burgund

Die Côte d’Azur ist seit über 150 Jahren der wichtigste Mal-Reise-Raum Europas. Das Licht, das Cézanne, Matisse und Monet hierhergezogen hat, lockt nach wie vor — und ist im Aquarell besonders fordernd, weil es jede Stunde anders steht.
Le Lavandou liegt zwischen Toulon und Saint-Tropez, fernab vom Trubel, mit weniger touristischer Front als die großen Resorts. Mehrtägige Reisen hier sind eine Form, mit kontinuierlich-anderer Hand und gleichbleibender Gruppe an einem Ort tief einzutauchen.

Das Burgund ist Frankreichs malerischer Gegenpol zur Côte d’Azur: weiches Licht, Hügel statt Felsen, Steinhäuser und alte Weinberge. Wer das Spektakel nicht sucht sondern das ruhige Eintauchen, findet hier den passenden Reise-Raum.
Künstlerhäuser wie La Planchotte bieten neben Mal-Programmen auch Bildhauerei, Drucktechniken und gemeinsames Kochen — Mehrtages-Aufenthalte verbinden Werk und Begegnung in einem Setting, das vor Industrialisierung erhalten ist.
Italien — Toskana und Lago Maggiore

Der Lago Maggiore vereint Alpen-Hintergrund und mediterrane Vegetation — eine ungewöhnliche Geo, die Aquarell-Pleinair und Acryl gleichermaßen herausfordert. Das mediterrane Licht trifft auf Berg-Wettern, das ergibt schnellwechselnde Lichtsituationen.
Die Genusswoche verbindet Malen mit Wandern, Sprache und Küche — eine Reise-Form für die, die nicht den klassischen Mal-Kurs suchen sondern den dichten kulturellen Bogen.

Die Toskana ist Italien-Inbegriff für Mal-Reisen — das Licht, die Hügel, die Zypressen, die Pinien sind seit dem 19. Jahrhundert Topos der Malerei. Seggiano am Monte Amiata bietet die Toskana-Atmosphäre ohne die touristische Front der Chianti-Region.
Die Berliner Atelierhaus-Tradition bringt eine besondere künstlerische Konsequenz mit — Mehrtages-Reisen sind hier kein Mal-Tourismus, sondern strukturiertes Arbeiten im mediterranen Raum.
Griechenland — Kykladen und Ionische Inseln

Syros gehört zu den weniger touristischen Kykladen-Inseln — Hafen-Architektur des 19. Jahrhunderts, mediterrane Stille abseits der Massen-Tourismus-Inseln. Das Licht ist kykladisch hart, der Schatten messerscharf.
Das Hotel Omiros bietet eine ungewöhnliche Mal-Reise-Form: Aufenthalt und Atelier am gleichen Ort, direkt am Hafen, mit Pleinair-Strecken zu Fuß erreichbar. Mehrtägige Programme verbinden Architektur-Studium und Meer-Aquarell.

Korfu unterscheidet sich von den trockenen Kykladen durch grüne Vegetation und üppige Olivenhaine — ein Insel-Charakter näher an der italienischen Adria-Küste als an der ägäischen Steilküste. Für MalerInnen ist das eine andere Licht-Klima-Kombination als Syros oder Santorin.
Das kleine Atelier-Setting am Nordwest-Strand bietet die seltene Form: konsequentes Pleinair mit täglicher Atelier-Reflexion in einer Gruppe, die über die Reise zusammenwächst.
Spanien und Portugal — Costa de la Luz bis Alentejo, mit Lanzarote

Die Costa de la Luz, das Stück Atlantik-Küste zwischen Cádiz und Tarifa, ist Andalusiens unterschätzte Mal-Region. Anders als Costa del Sol oder Costa Brava ist sie nicht von Massen-Tourismus überprägt — die Lichtsituationen sind atlantisch hart und ehrlich.
La Luce Paintings ist als Mal-Reise-Adresse seit vielen Jahren etabliert. Mehrtägige Programme verbinden Pleinair, Aquarell-Tradition und mediterrane Lebensform zu einem dichten Reise-Erlebnis.

Lanzarote ist landschaftlich anders als jeder andere Mal-Reise-Raum Europas: schwarzer Vulkan-Boden, scharfe Schatten, fehlende Vegetation. Für MalerInnen ist das gleichermaßen Herausforderung und Befreiung — die übliche Farbpalette funktioniert hier nicht.
Mehrtägige Aquarell-Reisen auf Lanzarote arbeiten mit reduzierter Palette und Kontrast-Studien — eine Mal-Reise-Form, die in der europäischen Festland-Welt so nicht zu finden ist.

Der Alentejo ist Portugals unterschätzte Region — endlose Korkeichen-Landschaften, kleine weiße Dörfer, atlantisches Licht. Anders als die Algarve ist er kein Touristen-Ziel, sondern ländlich und still.
Feste Atelier-Standorte wie São Luís ermöglichen Mehrtages-Reisen in einer Region, die als Mal-Raum eigentlich noch zu entdecken ist — wer hier malt, hat das Glück, vor den Massen da zu sein.
Deutschland — Pleinair-Tradition von der Ostsee bis nach Hessen

Rügen ist nicht nur Insel, sondern eine eigene Mal-Schule. Die Mischung aus Kreidefelsen, Steilküste und Bodden-Stille bringt Lichtsituationen, die in den Aquarell-Akademien seit Generationen geschult werden.
Für Mehrtages-Reisen ist das ein dankbarer Schauplatz: konstantes Sommerlicht, Pleinair-Strecken in Geh-Distanz, und Abende im Atelier zum gemeinsamen Auswerten. Wer hier malt, lernt nicht nur Motive, sondern eine norddeutsche Art zu sehen.

Die mecklenburgische Ostseeküste hat ihre eigene Schule der Marine-Malerei hervorgebracht. Wo Boddenwasser auf offene See trifft, entstehen Lichtsituationen, die in Aquarell schwer zu fassen sind — und genau deshalb seit Generationen MalerInnen anziehen.
Mehrtages-Reisen mit erfahrenen Aquarell-Dozentinnen sind die Form, in der diese Tradition heute weitergegeben wird: kurze Sessions, schnelle Beobachtung, das Wesentliche statt das Detail.

Die Mecklenburgische Seenplatte ist landschaftlich anders als die Ostsee: stilleres Wasser, weichere Reflexe, Wald an den Ufern. Die mehrtägige Atelier-Reise im Fünfseen-Gebiet ist ein Tauchgang in eine weniger touristische Region.
Für MalerInnen, die nicht das große Pleinair-Spektakel suchen sondern Konzentration und Stille, ist die Seenplatte ideal — und das Atelier-Setting bietet zusätzlich Innen-Stunden bei wechselhaftem Wetter.

Friedrichstadt liegt an der Eider, nicht weit vom Wattenmeer — eine Landschaft mit ungewöhnlicher Lichtdramatik durch Wolken, Tidehub und weite Sichten. Für Pleinair-MalerInnen ist das ein Pflichtort.
Mehrtägige Reisen ab Friedrichstadt verbinden friesische Marsch, Halligen-Sichten und Stadtmotive zu einem dichten Programm. Wer hier malt, lernt mit großen Wettern und ruhigen Wasserlandschaften gleichzeitig zu arbeiten.

Hessen und Thüringen sind keine klassischen Mal-Reise-Ziele — und genau das macht sie für Konzentrations-Reisen interessant. Wer den Trubel der bekannten Reise-Adressen nicht braucht, findet hier Stille und unverbrauchte Motivkonstellationen.
Die Atelier-basierte Form der Mehrtages-Reise erlaubt intensives Arbeiten in kleinen Gruppen — ohne Wettlauf um Sonnenuntergänge oder Pleinair-Spots.



